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Konfirmation und Konfirmandenunterricht

(Aus Sicht eines 15-jährigen, ehemaligen Konfirmanden)

Grundinfos

Ab dem 12. Lebensjahr können Jugendliche zum Konfirmandenunterricht gehen. Für den Konfirmandenunterricht sorgt die Gemeinde, um die getauften Jugendlichen zu vollwertigen Mitgliedern der Kirche zu machen. 

In der Regel werden die Jugendlichen mit dem 14. Lebensjahr religionsmündig. Dann können die Konfirmierten mehr Entscheidungen treffen, wie z.B.: 

  • möchte ich am Religionsunterricht in der Schule teilnehmen? 

  • möchte ich Pate/Patin werden? 

  • möchte ich dem Christentum angehören (eigentlich blödsinnig, nach der Konfirmation wieder aus der Kirche auszutreten, weil ihr ja gerade erst vollwertiges Mitglied der Gemeinde geworden seid.)

Bilder



So können Konfirmanden heute aussehen ...   (2002)




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... und so sahen sie damals aus   (1957)




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Das werdet ihr lernen 

  • Wer ist Gott? 
  • Was steht in der Bibel? 
  • Wer war Jesus? 
  • Gibt es Fehler in der Bibel? 

... und jede Menge Infos über das, was ihr über den Glauben wissen wollt.

Das habe ich erlebt 

Also mir hat fast alles am Konfirmandenunterricht viel Spaß gemacht. Es kommt aber auch immer darauf an, wer der unterrichtende Pastor oder die unterrichtende Pastorin ist. 
Wir hatten einen sehr netten Pastor, bei dem das Lernen überhaupt nicht langweilig war. 
Mit Pech hat der Pastor/die Pastorin das Sprachpotential einer Schlaftablette. Dann könnte der Unterricht echt ungemütlich werden. Aber normalerweise sind die Pastoren freundlich. Wenn ihr fragt, könnt ihr eventuell auch Filme sehen, oder andere Dinge unternehmen. 
Doch wie gesagt: Das kommt immer auf den Pastor/die Pastorin an.

Das macht ihr vor, während und nach der Konfirmation. 

Während des Konfirmandenunterrichts werdet ihr auf alles vorbereitet. Zum Beispiel: 

  • Was mache ich wann während der Konfirmation?  
  • Was muss ich wann sagen? 
  • Wohin muss ich wann gehen? 
  • Wer wird mir was sagen? 

Unter anderem lernt ihr für diesen Tag auch die "ganzen" Sprüche - z. B. das Glaubensbekenntnis oder die Zehn Gebote. 

Während der Konfirmation macht ihr genau das, was euch vorher gesagt wurde, dann könnt ihr eigentlich nichts falsch machen. 

Nach der Konfirmation werdet ihr wahrscheinlich lange feiern. Dann könnt ihr mit der Familie und den Gästen zusammensitzen, etwas trinken (besser nicht zu viel von den betäubenden Getränken), einiges essen, und dann dürft ihr auch die Geschenke einsammeln.

Wichtig, damit alles glatt läuft 

Vor der Konfirmation: 

  • Kleidung kontrollieren (was ihr als angemessen empfindet, entscheidet ihr) 
  • Pickel rechtzeitig behandeln 
  • Frisur richten (kontrolliert vorher, ob genug Gel da ist - nehmt besser zuviel als zuwenig) 
  • mit Deo einsprühen (auch besser etwas mehr als sonst) 
  • freundliches Lächeln trainieren (Vorsicht: Ihr werdet fotografiert!) 
  • Euren Konfirmationsspruch noch einmal durchgehen 
  • Irgendetwas gegen den hohen Blutdruck tun (Finger weg vom Alkohol!!!) 
  • KAUGUMMI RAUS (sieht nicht gut aus und beruhigt auch nicht) 

Während der Konfirmation: 

  • möglichst keine Unterhaltungen mit den Sitznachbarn führen 
  • aufpassen, was der Pastor/die Pastorin sagt (nicht nur aus Interesse, sondern auch, weil der Pastor/die Pastorin euch irgendwann mitteilen wird, dass ihr zum Altar gehen sollt, und das zu überhören ist peinlich)
  •  freundlich, frisch und intelligent dreinschauen 
  • nicht in die Kameras gucken 

Während der Feier: 

  • alle Gäste empfangen immer noch freundlich gucken (Ihr seid an diesem Tag "the President" in Person und werdet von allen Seiten fotografiert) 
  • Geschenke in Empfang nehmen (HEY!!! Nicht vergessen, von wem ihr was bekommen habt!) 
  • wenn ihr meint, es muss sein, und es eure Eltern erlauben, könnt ihr jetzt Bier und anderes an Alk trinken (Aber ich empfehle nicht zu viel und besser nur Bier, sonst erinnert ihr euch am nächsten Tag nur an die ersten 15 Minuten eurer Feier) 
  • raus aus dem Anzug, rein in die Freizeitkleidung - das Einverständnis der Eltern natürlich vorausgesetzt

Nach der Feier: 

  • Dankschreiben an alle die, die auf eurer Feier anwesend waren oder euch etwas per Post geschickt haben. 

Ansonsten kann ich euch zu diesem Thema nichts mehr sagen.

Anderes: 

Neben der ganzen Lernerei macht ihr auch eine total spannende Gruppenfahrt. Ihr sollt dort lernen, in Gruppen zu arbeiten und auch noch andere Sachen zu unternehmen als am PC zu sitzen. 
Zu diesem Zweck gibt es Gruppenspiele. Die können zwar ganz schön langweilig werden, aber haltet euch einfach immer vor Augen, dass auch mal bessere Zeiten kommen, denn einige Spiele machen wirklich Spaß. 
Dieses "Lernen" klingt zwar etwas lästig, ist aber nicht so. Ihr bekommt, wenn überhaupt, so gut wie keine "Hausaufgaben" auf und es wird auch nicht so unterrichtet wie in der Schule. Es ist halt viel interessanter. 
Weniger aufregend könnten die vorgeschriebenen Kirchenbesuche werden. Es wird euch vorgeschrieben, wie oft ihr zur Kirche gehen müsst und in welchen Gottesdienst ihr gehen könnt. Schummeln bringt nichts, weil euer Pastor/eure Pastorin ja logischerweise die Predigt hält und dabei ganz genau darauf achtet, wer in der Kirche war und wer nicht. Alles andere erfahrt ihr im Unterricht.

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