Überall finden sich in der Gegenwart Glaubenszeichen, viele davon
jenseits des Überliefungsstroms des christlichen Glaubens.
Viele suchen Antworten auf die Grundfragen ihrer Existenz in der
Esoterik: "Woher komme ich? Warum gibt es mich? Wohin gehe
ich? Was ist das Thema meines Lebens?
Die christlichen Begriffe Vertrauen, Hoffnung und Horizont sind
zu Schlüsselworten der Werbung geworden und über die Fernsehschirme
flimmert eine Vielzahl mystisch-okkulter Serien mit himmlischen
und teuflischen Wesen. Die Religion ist zur Religiosität geworden,
vielfältig und bunt schwingt und weht diese an vielen Orten jenseits
der Kirchen.
Laut der Shell-Studie Jugend 2000 besuchen nur noch ein Sechstel
der Jugendlichen zwischen 14 und 27 Jahren Gottesdienste, nur ein
knappes Drittel betet manchmal. Doch mehr als die Hälfte von ihnen
glaubt an unerklärlich-übernatürliche Kräfte, ein gutes Drittel
meint, es gäbe im Leben keine Zufälle und fast die Hälfte glaubt
an eine höhere Gerechtigkeit, die über das Leben Bilanz zieht.
Während bei den jungen Erwachsenen Gott, Jesus und Kirche als Themen
des Glaubens mehr und mehr an Bedeutung verlieren, lernen Sie von
ihren Unternehmensberatern und Projektplanern, wie wichtig:
Visionen
Glaubenssätze
und Mission sind.
Diese Berater wissen aus Erfahrung - auch der der christlichen
Spiritualität -, wie bestimmend für Handeln von Menschen ist, woran
sie glauben. Sie bieten Hilfen, sich diese Glaubenssätze bewusst
zu machen und motivierend zur Orientierung einzusetzen.
Wir wollen den christlichen Glauben nicht instrumentalisieren und
wir halten wenig vom power-positive-thinking. Doch als Gemeinde
stehen wir für den Zusammenhang von Glaube und Gemeinschaft, Wort
und Tat, Rechtfertigung aus Glaube allein und sozialem Engagement.
Die folgenden Seiten verstehen wir
als Rechenschaft darüber, was wir glauben und wofür wir stehen,
als Angebot zur Information,
als Möglichkeit, den eigenen Glauben zu schärfen.
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